Die meisten Fragen zu Luftkühlern drehen sich um dieselbe Sache: Wie viel kühlt so ein Gerät wirklich? Die kurze Antwort steht unter „Wie viel kühlt ein Luftkühler?“ weiter unten – einfach aufklappen. Danach geht es um Aufstellung, Betrieb, Pflege und Kauf – sortiert nach Themenbereich.
Ein Luftkühler kühlt den Luftstrom, den er ausbläst – nicht den Raum. Wasser verdunstet am Wabenfilter, die durchströmende Luft gibt dabei Wärme ab und kommt kühler wieder heraus. In den Rezensionen der hier verglichenen Geräte geht das Urteil auseinander: Ein Teil beschreibt die Luft direkt vor dem Gerät als deutlich angenehmer als bei einem reinen Ventilator, ein anderer sieht kaum einen Unterschied.
Nein, und das ist der wichtigste Unterschied überhaupt. Eine Klimaanlage entzieht der Raumluft Wärme und führt sie nach außen ab; ein Verdunstungskühler verdunstet Wasser und gibt die Feuchtigkeit an denselben Raum zurück. Genau deshalb kommt er ohne Abluftschlauch und ohne Montage aus – und genau deshalb leistet er auch nicht dasselbe.
Eine belastbare Gradzahl gibt es nicht, und wir nennen keine. Die Wirkung hängt an der relativen Luftfeuchte im Raum, an der Wassertemperatur und vor allem am Abstand zum Gerät; keiner der Hersteller der verglichenen Geräte macht dazu eine überprüfbare Angabe. Was die Rezensionen übereinstimmend beschreiben: spürbar im Luftstrom, kaum darüber hinaus.
Ja – das ist kein Nebeneffekt, sondern das Funktionsprinzip. Zu mehreren der verglichenen Geräte berichten Rezensionen, dass die relative Luftfeuchte bei längerem Betrieb spürbar ansteigt. In kleinen oder schlecht gelüfteten Räumen sollten Sie deshalb regelmäßig lüften und das Gerät nicht dauerhaft durchlaufen lassen.
Kaum. Je mehr Wasserdampf die Luft schon trägt, desto weniger kann sie aufnehmen – und ohne Verdunstung keine Kühlung. Zu einem der verglichenen Geräte halten mehrere Rezensionen ausdrücklich fest, dass die Wirkung bei feuchter Umgebungsluft deutlich begrenzt bleibt. Bei schwülem Wetter bleibt vom Luftkühler im Wesentlichen ein Ventilator übrig.
Nein. Alle hier verglichenen Geräte werden aufgestellt, mit Wasser gefüllt und eingesteckt – kein Schlauch, kein Fensterkit, keine Montage. Das macht sie zur naheliegenden Lösung für Mietwohnungen und für Räume, in denen sich nichts installieren lässt.
So, dass der Luftstrom Sie erreicht – nicht so, dass er den Raum gleichmäßig füllt. Die Wirkung ist auf den Bereich vor dem Gerät begrenzt; bei den Mini-Luftkühlern im Vergleich nennen Rezensionen rund einen Meter. Ein gekipptes Fenster oder eine offene Tür hilft zusätzlich, weil die feuchte Luft abziehen kann.
Zwei Bauarten im Vergleich kommen dafür infrage: die Mini-Luftkühler, die über USB laufen und damit auch an einer Powerbank arbeiten – eines davon laut Hersteller auch an der Auto-Steckdose, und ein Kompaktgerät, dessen Hersteller neben Schlafzimmer und Büro ausdrücklich Terrasse, Wohnmobil, Garage und Werkstatt nennt. Im Freien nimmt die Wirkung allerdings schnell ab, weil der gekühlte Luftstrom sofort verweht.
Technisch spricht nichts dagegen – eines der verglichenen Geräte führt sogar einen eigenen Babymodus neben dem Schlafmodus. Wichtig sind drei Dinge: ein Standplatz außerhalb der Reichweite kleiner Hände, frisches Wasser im Tank und regelmäßiges Lüften, weil die relative Luftfeuchte steigt.
Die Datenblätter der verglichenen Geräte nennen Werte zwischen 25 dB(A) und 60 dB(A) – meist ist das ein allgemeiner Betriebswert, nur bei einem Gerät bezieht er sich ausdrücklich auf einen Modus, den Nachtmodus. Aussagekräftiger sind die Rezensionen. Bei mehreren Geräten gilt die niedrigste Stufe als schlaftauglich; auf der höchsten Stufe ist praktisch jedes Gerät deutlich hörbar.
Laut Datenblatt nehmen die Geräte mit ausgewiesenem Wert zwischen 7,5 W und 80 W auf – für drei der 13 Geräte im Vergleich liegt keine belastbare Wattzahl vor. Die beiden USB-betriebenen Mini-Luftkühler liegen mit 7,5 W und 10 W am unteren Ende; der dritte Mini-Luftkühler hängt an der Steckdose und nimmt wie die Turm- und Kompaktgeräte mit Wattangabe zwischen 50 W und 80 W auf. Weitere Betriebskosten entstehen nicht – außer dem Wasser, das verdunstet.
Das hängt fast vollständig am Tankvolumen, und das reicht im Vergleich von 0,8 l bis 20 l. Zum kleinsten Gerät berichtet eine Rezension, der Tank sei nach drei bis vier Stunden leer; zum größten heißt es, die Laufzeit halte „gefühlt ewig ohne nachfüllen zu müssen“. Wer nachts durchlaufen lassen will, sollte deshalb zuerst auf den Wassertank schauen.
Die meisten verglichenen Geräte haben dafür einen Nachtmodus, einen Timer oder beides; bei einem schaltet sich das Display im Nachtmodus automatisch ab. Zwei Einschränkungen bleiben: Der Tank muss für die ganze Nacht reichen, und die relative Luftfeuchte steigt über Stunden spürbar an. Bei einem Mini-Luftkühler im Vergleich lässt sich zudem das LED-Nachtlicht laut einer Rezension nicht abschalten.
Ja, und mehrere der verglichenen Geräte bringen dafür Kühlakkus oder eigene Eiswürfelbehälter mit. Der Effekt hält allerdings nur so lange, wie das Eis kalt bleibt: Rezensionen beschreiben ihn als moderat, in einem Fall ließ die zusätzliche Kühlung nach rund 15 Minuten wieder nach. Als Dauerlösung taugt es nicht.
Vier Geräte im Vergleich führen laut Herstellerangabe eine Zusatzfunktion zur Luftreinigung: ein Ionisator beim einen, eine als „Luftreiniger“ beworbene Funktion bei zwei weiteren, und beim vierten einen auswechselbaren Filter vor dem Wabenfilter. Was sie im Raum bewirken, lässt sich weder aus dem Datenblatt noch aus den Rezensionen belegen – wir bewerten sie deshalb nicht und raten davon ab, die Kaufentscheidung darauf zu stützen. Ein Ionisator ist kein Luftreiniger.
Wasser nach dem Gebrauch ausleeren, Tank und Wabenfilter regelmäßig ausspülen und bei hartem Wasser gelegentlich entkalken – zu einem der verglichenen Geräte berichtet eine Rezension genau das über zwei Sommer hinweg. Wie leicht das fällt, unterscheidet die Geräte deutlich: Bei einigen sind Tank und Wabenfilter werkzeuglos abnehmbar, bei anderen muss zuerst die Pumpe gelöst oder abgeschraubt werden.
Stehendes Wasser im warmen Gerät ist genau die Umgebung, in der das passiert. Zu einem der verglichenen Geräte berichten mehrere Rezensionen von Schimmelbildung im Wabenfilter nach kurzer Nutzungsdauer, teils mit unangenehmem Geruch. Dagegen hilft nur Routine: Tank nach jedem Einsatz leeren und den Wabenfilter trocknen lassen.
Tank vollständig entleeren, Wabenfilter herausnehmen und durchtrocknen lassen, erst danach einpacken. Ein feucht weggestelltes Gerät riecht im nächsten Frühjahr, noch bevor es das erste Mal läuft. Wer es entkalkt, bevor es weggeht, spart sich die Arbeit zum Saisonstart.
Nur für zwei der 13 Geräte in diesem Vergleich nennt der Hersteller eine Raumgröße, 25 m² und 28 m². Diese Zahlen sagen aber nur, für welchen Raum der Luftdurchsatz gedacht ist – nicht, dass der ganze Raum kühler wird. Praktisch entscheidet der Abstand zum Gerät, nicht die Quadratmeterzahl auf der Verpackung.
Turmgeräte sind schlank, hoch und für den Wohnraum gedacht. Kompaktgeräte sind niedriger und meist breiter gebaut; die beiden Geräte mit dem größten Wassertank im Vergleich (10 und 20 Liter) gehören zu dieser Bauart – zwei weitere Kompaktgeräte fallen mit 5 und 4 Litern dagegen kleiner aus als mehrere Turmgeräte. Mini-Luftkühler kühlen den Platz direkt davor – Schreibtisch statt Zimmer; zwei der drei laufen über USB, das dritte braucht eine Steckdose. Der Filter auf der Vergleichsseite trennt die drei Bauarten.
Auf die Betriebslautstärke der Stufe, die Sie tatsächlich nutzen werden – nicht auf den besten Wert im Datenblatt. Auf das Tankvolumen im Verhältnis zur gewünschten Laufzeit. Und darauf, wie Tank und Wabenfilter befüllt und gereinigt werden: Das ist bei den verglichenen Geräten der häufigste Kritikpunkt in den Rezensionen. Genau diese Punkte gewichten wir in unserer Bewertung.